Spiel des Monats 11.2012

Professor Layton-Fans wissen es schon lange: Sie bekommen nicht nur 150 knackige Rätsel auf die Hand, sondern immer auch eine geradezu filmreife Handlung.

Diesmal verschlägt es Hershel Layton mit seinen beiden Helfern Luke und Emmy in eine kunterbunte Stadt voller Karnevalsfreuden. Doch das Vergnügen währt nicht lange: Eine merkwürdig maskierte Gestalt lässt einen Teil der Besucher zu Stein erstarren und fliegt dann mit geheimnisvollen Flügelschwingen davon. Ein heißer Verfolgungsritt bringt die Helden jedoch nicht weiter ...

Wenn die Bürger wie Denkmäler in der Stadt herumstehen, ist mal wieder Laytons unbestechlich scharfer Geist gefragt, um hinter das dunkle Mysterium zu blicken. Doch was wäre der kluge Mann mit dem Zylinder ohne die noch klügeren Spieler? Die rätseln sich nicht nur durch die Aufgaben und Herausforderungen, sondern tauchen auch mit viel Neugier in Laytons Jugend ein. Ganz ohne Zylinder, dafür mit altem Freund. Was wirklich verblüfft: Für ein Konsolenspiel verfügt Layton über einen recht literarischen Ton. Es gibt tolle Texte und wunderbare Dialoge, die einfach Freude machen.

Mit einer Lupe wird jede Szene nach spannenden Rätseln durchsucht. Färbt sich das Vergrößerungsglas orange, handelt sich um einen Fund. Verfärbt es sich blau, kann näher herangezoomed werden. In den einzelnen Herausforderungen kommt es auf Kombinationsgabe, Köpfchen, Geschick und manchmal auch nur auf Glück an. Wieder einmal überzeugt der Abwechslungsreichtum: Wie lassen sich Spielfiguren so lange überspringen, bis sie alle braun gefärbt sind? In welcher Reihenfolge und Stellposition sollen die einzelnen Roboterteile angeordnet werden? Außerdem geht es um das Finden der richtigen Wege und Pfade, um das Anordnen von Mustern oder das Erfassen und Auswerten von Fußabdrücken.

Oft kommt der Spieler nur mit einer gewissen Beherztheit weiter. Er muss mutig ausprobieren und erproben. Allerdings verliert die Aufgabe mit jedem Fehler wertvolle Punkte, die es zu gewinnen gilt. Wer völlig ratlos ist, kann das jeweilige Rätsel überspringen oder sich einen von insgesamt drei Hinweisen erkaufen. Bezahlt wird mit den Münzen, die überall in den einzelnen Szenarien versteckt sind. Neben den Rätseln gibt es aber auch wieder eine Reihe von Minispielen. Die Knobeleien selbst lassen sich auch noch ein weiteres Mal aufsuchen. Zusätzlich lässt sich in den festgehaltenen Geheimnissen stöbern oder eine Episode ansehen.

Wer möchte, kann sich täglich eines der 365 Rätsel downloaden. Damit geht der Umerziehungsprozess Nintendos weiter, seine Kunden mehr und mehr an den Onlinepart zu gewöhnen. Denn schon lange lassen sich im Onlineshop kleinere Spiele kaufen. Mit "Professor Layton und die Maske der Wunder" liefern die Japaner aber noch eine weitere Botschaft: Wenn eine ihrer beliebtesten Spielreihen nun ausschließlich für Nintendo 3DS erscheint, dann wird klar, dass die alten DSi-Geräte nicht weiter bedient werden. Wer also weiter an Layton seine Freude haben will, muss zwangsläufig auf einen 3DS umsteigen ...

TitelProfessor Layton und die Maske der Wunder
Erscheinungsjahr2012
Art des SpielsQuiz & Denkspiele
SpielgerätNintendo 3DS
Preis in Euro40,00
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung8
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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