Spiel des Monats 09.2012

Bekanntlich kommen in Mexiko und Kolumbien die häufigsten Entführungsfälle vor. Aber nur mal angenommen, es gäbe eine "Hitparade der Verschleppten" - wer stünde dann wohl auf Platz 1? Richtig, Prinzessin Peach, die immer wieder vom Dauermiesling Bowser geraubt wird. Richtig böse dürfte eigentlich niemand darüber sein, denn so sieht nun mal der Beginn eines wunderbaren Spiels aus, das über viele Stunden bannt. Und jedes Mal müssen die Spieler viel Ausdauer, ein wenig Geschick und eine Prise Glück mitbringen.

Mario hetzt natürlich zunächst durch sechs mögliche Welten: Er rennt, klettert, hangelt, taucht, schwebt, flattert, fliegt und muss sich mit einer Reihe Gegnern auseinandersetzen, die wir alle schon wie gute Bekannte kennen: Die watschelnden Pilze, die patroullierenden Schildkröten, die schnappenden Fleischfresserpflanzen, die fliegenden Fische, die bösen Geister und die fiesen Feuerbälle. Und wie stets geht es darum, ihnen auszuweichen oder notfalls den Garaus zu machen. Doch lieber nicht zu schnell, denn manchmal kommt Mario auch nur an höhere Ebenen und an die Geheimverstecke der Riesenmünzen, wenn er zum rechten Zeitpunkt auf einen Kontrahenten hopst und ihn dann als Sprungschanze nutzt.

Die Kinder müssen sich allerdings auch mit unterschiedlichen Spielmechaniken auseinandersetzen, wenn sich etwa Felsen zusammenschieben, Mauersteinblöcke rotieren oder der Treibsand seinen Tribut fordert. Das Spiel ist aber recht einfach gehalten. Denn wer nicht weiterkommt, erhält meistens Hilfe und kann ohne eine Schramme das Ende des Levels erreichen. Wenn zwei Spieler mit der eigenen Karte antreten, dürfen sie die Level auch zusammen meistern, wobei immer nur einer den Hut auf hat. Deswegen helfen Absprachen. Denn wer länger aus dem Bild verschwunden bleibt, stirbt den schmerzlosen Leveltot und kehrt in einer Blase schwebend wieder zurück.

Sobald sich Mario in einen Goldmario verwandelt, transformieren sich auch alle Mauersteine zu Goldmünzen, die es nur noch einzusammeln gilt. Böse Zungen behaupten an der Stelle, dass der Mangel an neuen Ideen im zweiten Bros-Teil hauptsächlich durch das Einheimsen von Goldmünzen kompensiert wird. Allerdings gehörte das Münzeneinsammeln ja immer schon bei dieser Art von Spiel dazu. Doch diesmal strömen, regnen und prasseln die Penunzen nur so in rauen Mengen auf die Spieler ein. Dann gibt es noch die Goldboxen. Wer die im richtigen Moment anspringt, erhält genau die angezeigte Zahlenmenge an Münzen. Und schließlich setzt sich Mario auch gerne mal ein Goldquadrat auf den Kopf, das bei jedem Hops Goldmünze um Goldmünze ausspuckt ...

Diese schier verschwenderisch wirkende Münzmenge hat dabei eine vertrackte Nebenwirkung: Die Kinder haben nicht nur in Nullkommanix 40 Extraleben und mehr gesammelt, sondern auch der Reiz geht dabei schnell flöten. Insgesamt aber ist "Super Mario Bros 2" ein netter Zeitvertreib, der sich vor allem für diejenigen lohnt, die entweder große Fans sind und den ersten Teil schon in- und auswendig kennen. Fazit: Ein Spiel, das gute Laune macht.

TitelSuper Mario Bros. 2
Erscheinungsjahr2012
Art des SpielsJump 'n' Run (Springen und Rennen)
SpielgerätNintendo 3DS
Preis in Euro40,00
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung6
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
1Bewertung
0Kommentare
[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 22.09.2018]
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