Spiel des Monats 05.2015

Viel zu tun haben die Neandertaler nicht gerade: Entweder sind sie auf der Jagd, vermeiden dabei möglichst das Zusammentreffen mit üblen Saurierwesen und kümmern sich ansonsten ums Feuer. Damit dieses nicht ausgeht, müssen sie Tag und Nacht eine Wache abstellen.

Als der blonde Dummschädel namens Ungh in der Nacht vom Schlaf übermannt wird, geht das Feuer aus. Mit einem mächtigen Tritt in den Hintern wird der Unglücksrabe aus dem Gemeinschaft gejagt. Er kann erst wieder zurückkehren, wenn er vom Vulkan ein neues Feuer mitbringt.

Die Neandertaler verfügten noch nicht über gepflegte Sprachkenntnisse. Vermutlich knurrten, brummte und grunzten sie. Darum ist es auch konsequent, dass es im ganzen Spiel nicht einen Lesetext gibt und auch kein Wörtchen gesprochen wird. Nur wenn Ungh nicht weiter weiß, schiebt sich mit einem "Hm?" ein Fragezeichenschild aus dem Schädel mit dem gewaltigen Unterkiefer. Wieder einmal zeigt sich die alte Weisheit, dass guter Witz überhaupt keine Sprache braucht.

In jedem Level müssen zahlreiche Rätsel gelöst werden, damit der Spieler eines der begehrten Glühwürmchen kassiert. Dabei muss aber mächtig um die Ecke gedacht werden.

Gleich zu Beginn möchte Ungh einen Apfel pflücken. Doch im Baum hängt eine gefährliche Schlange. Sobald Ungh sich dem Apfel nähert, schießt die Schlange in all ihrer biblischen Bösartigkeit hervor. Also muss Ungh Gegenstände finden und geschickt einsetzen. Zum Beispiel klemmt er mit dem Dreizack das Schlangenende ein, dann wirft er einen gefundenen Knochen und bekommt so den begehrten Apfel. Später führt das Adventure noch durch den trüben Magen eines Dinosauriers, zum verrückten Wesenswandler oder ins Universum.

"Fire" ist zur Zeit eines der originellsten Spiele, das in der Kategorie "Bestes Kinderspiel" dieses Jahr beim Deutschen Computerspielpreis abgeräumt hat. Aber natürlich haben auch große Kinder und Erwachsene ihren Spaß daran.

Die Steuerung ist sehr simpel: Der goldene Pfeil zeigt an, dass eine Aktion möglich ist. Ein Klick auf eine Stelle des Spiels und schon tippelt Ungh los. Und zwischen den Welten wird geblättert. Neben der angenehmen Sprachlosigkeit und dem Humor, zeichnet einem aber besonders die mitreißende Musik ein dämliches Lächeln ins Gesicht. Hach, Neandertaler müsste man sein.

Fazit: Genial!

TitelFire
Erscheinungsjahr2015
Art des SpielsAction & Abenteuer
SpielgerätPC
Alterseinschätzung vom Internet-ABC7-11 Jahre
Preis in Euro10,00
Verlag / BildrechteDaedalic
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung8
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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