Eden, das Internet der Zukunft, speichert sämtliches Wissen und alle Erinnerungen der Menschheit. Und hier kam sogar ein komplett virtuelles Wesen zur Welt: Zu Beginn des Spiels spaziert diese Schönheit aus Bits und Bytes barfuß über die Blumenwiese. Da regnen finstere Viren vom Himmel, um sie und ihre Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Die virtuelle Schönheit ist das Namen gebende Kind des Netzwerks, das "Child of Eden". Um sie herum kreisen fünf Archive, welche der Spieler vom Virenbefall befreien muss.

"Child of Eden" gehört zur Gattung klassischer Rail-Shooter, was bedeutet, dass die Mission auf vorgegebenen Wegen durch eine Schar von Feinden führt. Der Spieler steuert aus der Ego-Perspektive heraus lediglich das Fadenkreuz, kann aber nicht nach links oder rechts vom vorgegebenen Weg abweichen. Die Strecken führen durch rhythmisch vibrierende Welten. Schon nach kurzer Zeit tauchen die ersten Gegner auf. Diese verhalten sich anfangs ruhig, doch schon bald feuern sie mit pinkfarbenenen Projektilen, welche bei einem Treffer die Energieleiste des Helden empfindlich schrumpfen lassen. Schnell also mit dem Fadenkreuz bis maximal acht Gegner markieren und zielsuchende Raketen abfeuern. Wenn alles zu wuselig wird, bereinigt im Notfall eine hellweiße Smartbomb das Chaos und schafft wieder Ordnung in Eden.

Beim Ballern durch die bunte Welt sollte unbedingt auf den Rhythmus der Musik geachtet werden. Immer wieder trifft der Spieler auf leuchtende Sonnensegel, auf denen wie in Guitar Hero weiße Quadrate entlang laufen. Passend zum Musikthema kann der Spieler hier besonders hohe Kombos aufbauen, während immer wieder kurze Gitarrenriffs erklingen. Bei der Kinect-Steuerung markiert die rechte Hand die Gegner, die linke zielt bei Laserschuss. Dies kann auch mal hektisch werden. Wem es zu hektisch ist, kann mit dem normalen Steuerpad exakter und entspannter als Antiviren-Programm wirken.

Eine Pause vom ständigen Sinnesrausch bieten die von Viren befreiten Fantasiewesen. Nach einer erfolgreichen Runde darf der Spieler einen der Manta-Rochen, Strobo-Fische oder andere Tierchen ins "Aquarium" mitnehmen, sie mit einem Cursor anlocken und ihnen klingelnde Synthie-Sounds entlocken.

Die mystischen und hypnotischen Elektronik-Passagen und der Farbenrausch des recht schnellen Spiels überfordern jüngere Kinder. Deshalb sollte die Virenjagd besser erst ab 10 Jahren betrieben werden.

TitelChild of Eden
Erscheinungsjahr2011
Art des SpielsAction & Abenteuer
SpielgerätPlayStation 3, Xbox 360
Preis in Euro30,00
Verlag / BildrechteUbisoft
Freigabe (USK)ab 6 Jahre
Internet-ABC-Altersempfehlung10
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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