Spiel des Monats 11.2011

Die Kinectsteuerung für die Xbox 360 von Microsoft brachte ein vollkommen neues Spielgefühl in die Welt der Konsolenmaschinen. Erstmals wurde vollkommen auf einen Controller verzichtet: Stattdessen tastet die Kamera des Kinectgerätes die Spieler mitsamt ihrer Bewegungen ab. Wenn diese also winken, winkt auch der Avatar auf dem Bildschirm. Oft ist diese Spielmechanik sehr lustig, weil sie durch echte Bewegungen zusätzlich an Spielspaß gewinnt. Aber sobald die Kinder älter werden, will bei manchen Spielen dieser Form der Bewegungssteuerung doch nicht so recht überzeugen. Bei einem Rennen etwa würden die Kinder dann doch lieber ein Lenkrad in der Hand halten und beim Schwertkampf einen Säbel bevorzugen, anstatt bloß mit leeren Händen in der Luft herum zu fuchteln.

Jüngere Kinder jedoch sind anders. Mit ihrem Bewegungsdrang können sie der Kinectkonsole sehr viel mehr abgewinnen. Kein Wunder also, dass Microsoft hier in unterschiedlichen neuen Kooperationen stärker auf die Vorschule abzielt. Dabei sollen eine Reihe von Kenntnisse und Kompenzen vermittelt werden, aber auch der Spaß auf keinen Fall zu kurz kommen. Jüngstes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Sesamstraße. Für "Es war einmal ein Monster" konnte sogar die Spielentwicklerlegende Tim Schafer gewonnen werden.

Das Faszinierende an diesem Spiel sind dabei nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten der körperlichen Bewegung, sondern - schon rein optisch - die erstaunliche Vermischung von Fernsehen und Spiel in bisher nicht dagewesener Qualität. Die Kinder schauen in einem Moment noch Grobi, Elmo oder dem Krümelmonster zu, und sind im nächsten - ohne grafische Brüche! - selbst dran. Dabei führt der gutgelaunten rote Fellknubbel Elmo durch das Spiel.

Im Spiel selbst spielt das Thema "Buch" eine große Rolle: So wird die ganze Navigation über eine Märchenkladde geregelt. Die Kinder blättern vor und zurück oder ziehen an zwei Laschen, um das jeweilige Level zu starten. Mädchen und Jungen dürfen sich dann anschließend richtig austoben, wenn sie witzige Körperstellungen nachahmen, auf dem Rücken eines Monsters durch ein Jump’n Run-artiges Gelände rennen, mit den Armen Girlanden einsammeln, über Bäche springen, sich vor fiesen Ästen ducken und weichen Holzstämmen und Felsen ausweichen. Die Spiele machen natürlich mit anderen Kindern zusammen noch mehr Spaß.

Weiterhin gibt es musikalische Trommeleinlagen mit Grobi und muntere Verkleidungsspielen. An anderer Stelle wird Müll sortiert in den Eimer geworfen oder durch die Luft geflogen, um Obst und Glocken einzuheimsen. Fast alle Ideen mag es schon mal für andere Plattformen gegeben haben, aber zum ersten Mal dürfen sich hier Kinder mit Körpereinsatz statt Mausklick in die Herausforderungen stürzen. Dabei ist "Es war einmal ein Monster" sehr entspannt, vermittelt keinerlei Hektik und es kann auch nicht verloren werden. Alles Aspekte, die bei Spielen im Vorschulalzer Gold wert sind. Toll!

TitelEs war einmal ein Monster
Erscheinungsjahr2011
Art des SpielsGeschicklichkeit, Lernspiel, Sonstiges
SpielgerätXbox 360
Preis in Euro35,00
Verlag / BildrechteWarner Interactive
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung5
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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