Ganz schön clever

Spiel des Monats Dezember 2018

Beschreibung

Bild: Brettspielwelt GmbH
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Erfolgreiche Gesellschaftsspiele als App-Versionen – das funktioniert manchmal gar nicht, manchmal aber auch sehr gut. Letzteres haben sich wohl auch die Macher dieser App gedacht. Denn das gleichnamige Würfelspiel hatte in diesem Jahr Kritiker und Spieler gleichermaßen begeistert und es dann sogar auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres geschafft.

Verständlich, dass hier der Weg zur App nicht weit war. Und tatsächlich: Was mit den echten Würfeln Erfolgsgeschichte schrieb, funktioniert auch in der digitalen Variante hervorragend.

Aller Anfang ist (ein bisschen) schwer

Anfangs mag man sich etwas überfordert fühlen – sofern man das haptische Würfelspiel nicht kennt.  Denn es gibt viele Möglichkeiten, den jeweiligen Wurf zuzuordnen. Wird man da überhaupt jemals durchblicken, geschweige denn Spaß daran haben? Wer etwas Ausdauer und Mut zum Ausprobieren mitbringt, der wird diese Fragen bald positiv beantworten.

Auf dem Silbertablett

Bild: Brettspielwelt GmbH
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Im Spiel sind insgesamt sechs Würfel. Dazu gibt es fünf den Farben der Würfel entsprechende Felder, auf denen man die Wurfergebnisse eintragen kann. Lediglich für den weißen Würfel gibt es kein Pendant, aber dazu später.

Nach jedem Wurf gilt es zu entscheiden, welcher Würfel in dieser Runde zählen soll. Je nach Farbe und Augenzahl wird dann das dazu passende Feld – oder aus den dazu passenden Feldern eines – ausgewählt und markiert, beziehungsweise beschriftet: entweder mit einem Kreuz oder mit der Anzahl der Augen. Dabei sind sämtliche Felder, die zur Verfügung stehen, farblich hervorgehoben.

Alle Würfel, deren Augenzahl kleiner ist als der ausgewählte, werden auf dem silbernen Tablett gesammelt. Jetzt kann nur noch mit den restlichen Würfeln weitergespielt werden. Je nach Spielrunde und -verlauf werden aber auch die Silbertablettwürfel wieder aktiviert.

Strategie und Zufall

Sechs Runden dauert jedes Spiel und zum Schluss werden die Punkte zusammengezählt. Was von Anfang an gefragt ist, ist Entscheidungsfreude. Denn während bei dem einen Feld jeder Eintrag zählt, gibt es bei dem anderen zum Beispiel nur dann Punkte, wenn jeweils eine Reihe komplett ausgefüllt worden ist. Bei dem nächsten schließlich steigert sich die Anzahl der gewonnen Punkte von Feld zu Feld bis schließlich die Höchstzahl von 66 Punkten erreicht wird.

Welcher Würfel bringt also das bestmögliche Ergebnis? Gar nicht so einfach und erst mit ein wenig Übung werden die Entscheidungen zielführender. Allerdings sollte man den Faktor Zufall nicht unterschätzen. Schließlich wird hier gewürfelt und niemand weiß, wie der nächste Wurf aussehen wird. Die einmal begonnene Strategie führt also nicht zwangsläufig zum besten Ergebnis.

Der Joker

Bild: Brettspielwelt GmbH
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Und dann gibt es noch eine Besonderheit: den weißen Würfel. Er fungiert zum einen als Joker. Das heißt, sein Wurfergebnis kann in jedes beliebige Farbfeld eingetragen werden. Andererseits muss der Wurf des blauen Würfels immer zur Zahl des weißen Würfels addiert werden. Erst dieses Ergebnis darf ins blaue Feld eingetragen werden.

Dazu gesellen sich noch etliche Aktionen wie etwa eine Nachwürfelaktion oder eine Zusatzwürfelaktion, die jeweils mit entsprechenden Buttons angezeigt werden. Außerdem sorgen noch einige Bonusangebote für zusätzliche Punkte. Etwa der Fuchs oder der X- bzw. Zahl-Bonus, mit dem das nächste Feld zusätzlich gefüllt wird.

Fazit

Bild: Brettspielwelt GmbH
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Das haptische Spiel ist für bis zu vier Mitspieler konzipiert, die App hingegen lässt sich nur allein spielen. Trotzdem entfaltet sie einen besonderen Reiz und fordert – sobald man sich mit den Regeln vertraut gemacht hat – immer wieder heraus. Ein Spiel, das mit seinen überschaubaren Spielrunden gern mal zwischendurch für Herausforderung, Spaß und Erfolgserlebnisse sorgt.

Ehrgeizige können mitunter auch mehrere Stunden damit verbringen. Und: Es macht Kindern und Erwachsenen Spaß. Einziger Wehrmutstropfen: Bei der Spielebeschreibung hätten sich die Macher ein wenig mehr Mühe geben können. Der gesamte Text erscheint in fetter weißer Schrift und dazu noch in schlecht lesbaren Großbuchstaben. Aber vielleicht sind ja an dieser Stelle Korrekturen möglich.

Ein Tipp noch: Auf der Seite des Spieleherstellers Schmidt lässt sich das Spiel kostenlos online spielen. Das Spiel wird in einem Popup geöffnet, deswegen sollte man die Einstellungen des Popup-Blockers überprüfen, falls das Spiel nicht startet.

Titel: Ganz schön clever
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Sonstiges, Quiz & Denkspiele
spielbar auf: Apps iPad/iPhone, Apps Tablets/Smartphones (Android)
getestet auf: Amazon Fire HD 8 Kids Edition
Preis in Euro: 2,99 (Android), 2,99 (Fire OS), 3,49 (iOS)
Verlag / Bildrechte: Brettspielwelt GmbH
Freigabe (USK): keine Angabe
Internet-ABC-Altersempfehlung: 8
Spielspaß: 100
Bedienung:
Technische Qualität:
Gesamtbewertung:
3 Bewertungen
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 03.03.2019]


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