Spiel des Monats 09.2011

Nicht schon wieder: Eine entführte Prinzessin wird in einem riesigen Laborkomplex gefangen gehalten. Gemeinsam mit einem unerschrockenen Ninja macht sich der Spieler auf, um sie zu befreien. Doch der Kämpfer in diesem Denk- und Geschicklichkeitsspiel ist viereckig, besteht aus Metall und ist alles andere als ein geschmeidiger Schattenkrieger. Er kann weder laufen, schleichen, noch springen. Genau genommen rührt er sich von alleine keinen einzigen Millimeter von der Stelle. Nur durch Neigen des 3DS gerät der Retter in Bewegung und wird so durch ein Labyrinth aus 100 vertrackten Räumen navigiert.

Mit Hilfe dieser Steuerung schliddert der Held in einem Kugel-Labyrinth kreuz und quer durch die einzelnen Räume. Wird der 3DS nach rechts oder links geneigt, rutscht der Ninja in die gewünschte Richtung. Auf diese Weise gelangt er auch in die hintersten Winkel des Raumes oder bis an den vordersten Bildschirmrand. In jedem Level soll ihn der Spieler unbeschadet zum Ausgang und somit in den nächsten Raum bringen. Dabei muss einiges an Gefahren überwunden werden: Hier lauern gefährliche Riesenzacken, Elektrozäune, Flammenwerfer und umherwandernde Robo-Gegner. Dazu kommen noch zahlreiche logische Herausforderungen, die zu bestehen sind. Der Ninja fällt gegen Schalter, um für ein paar Sekunden Geheimtüren zu öffnen oder einen Mechanismus auszulösen, der dann zum Beispiel eine Abrissbirne in Bewegung setzt. Ganz wichtig dabei ist immer viel Fingerspitzengefühl, denn eine falsche Bewegung reicht aus und der Held zerspringt in Einzelteile.

Damit das Spiel seine Spannung behält, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad von Level zu Level. Indem der Ninja Objekte sammelt, die irgendwo in den Labyrinthen warten, erlernt er allerdings auch neue Fähigkeiten. Zum Beispiel schrumpft er sich bei Bedarf auf Mini-Größe und passt dann durch besonders enge Gänge. Oder er bleibt eine Zeitlang per Abwehrschild vor allen Angreifern geschützt. Ein kleiner Abstecher zur Toilette bewirkt manchmal, dass sich die Schwerkraft verändert. In solchen Situationen kommt der spezielle Humor des Spiels zur Geltung. Auch die Bossgegner, die jeweils am Ende der fünf Spielwelten mit den Hufen scharren, spiegeln den verschmitzen Charme des ganzen Games wider. Als garstig-niedliche Labor-Verteidiger gibt es hier kantige Vögel, Hunde und anderes Getier im Robo-Look.

Während der verzwickten Tour durchs Labor schaltet der Spieler noch andere Ninja-Charaktere frei, die alternativ als Spielfiguren dienen. Sie bestehen aus verschiedenen Stoffen und unterscheiden sich daher in der Steuerung. Der Gummi-Ninja hopst durch die Gänge und prallt wie ein Flummi von den Wänden ab, während der schwere Ninja durch sein Gewicht zwar wenig flutscht, dafür aber so manches Hindernis platt walzt. Nicht nur Spielidee und Leveldesign, sondern auch gerade die Bewegungssteuerung mit Körpereinsatz machen „Cubic Ninja“ zu einem absolut gelungenen Spiel. Besonders toll ist die Möglichkeit, im Leveleditor eigene Räume für den niedlichen Würfel-Ninja zu gestalten und diese mit Freunden zu teilen.

Cubic Ninja ist ein einfallsreiches und zugleich forderndes Geschicklichkeitsspiel mit einem zwar etwas klobigen, aber nicht minder charmanten Helden.

TitelCubic Ninja
Erscheinungsjahr2011
Art des SpielsGeschicklichkeit
SpielgerätNintendo 3DS
Preis in Euro30,00
Verlag / BildrechteUbisoft
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung8
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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