Spiel des Monats 07.2011

Spiel des Monats August 2011? Für einen Titel, der das erste Mal im Jahre 1998 - damals für den Nintendo 64 - und das zweite Mal im Jahre 2003 - dort für den Gamecube - erschienen ist? Ja, und zwar völlig zu recht, denn der Klassiker von damals ist in einem neuen, dreidimensionalen Gewand erschienen und hat gar nichts von seiner Faszination eingebüßt, eher im Gegenteil!

An der Spielgeschichte hat sich nichts geändert. Der Spieler übernimmt die Rolle des kleinen Link, der ausersehen ist, die Welt von Hyrule vor dem bösen Erzschurken Ganondorf zu beschützen. Der versucht wieder einmal, das heilige Triforce (drei goldene Dreiecke, die sich an jeweils zwei Ecken berühren und für Kraft, Mut und Weisheit stehen) an sich zu reißen. Dazu braucht er aber die Ocarina der Zeit (ein Musikinstrument) und drei heilige Steine, die in Hyrule versteckt sind.

Also macht sich Link aus seinem beschaulichen Dörfchen Kokiri auf den gefahrvollen Weg, nicht nur um die Welt, sondern auch um die Prinzessin Zelda zu retten, die Ganondorf verschleppt hat.

Ihm zu Seite steht dabei die kleine Fee Navi, die ihm eine treue Begleiterin ist. Insgesamt entfaltet sich dem Spieler eine bunte, große und abwechslungsreiche Spielwelt, die es zu erkunden gilt. Eine gute Hilfe ist da die Ocarina der Zeit, denn sie verfügt über ein paar erstaunliche Fähigkeiten: Mit ihrer Hilfe kann beispielsweise die Zeit beeinflusst werden, sie kann Link an weit entfernte Orte teleportieren und sie erweist sich auch als nützlicher Tür- und Toröffner.

Ausgangspunkt für Links Abenteuer ist die Oberwelt. Hier reist er von Dorf zu Dorf, spricht mit Dorfbewohnern oder spielt eines der vielen Minispiele, die bei erfolgreichem Durchspielen seine Ausrüstung verbessern, was für die erfolgreiche Bewältigung der anstehenden Aufgaben notwendig ist. Außerdem gelangt man von der Oberwelt in die Unterwelt mit ihren zahlreichen Labyrinthen (engl. Dungeons), die hier das zentrale Spielelement bilden.

Insgesamt acht hochkomplexe Tempel mit jeweils ansteigendem Schwierigkeitsgrad muss Link bereisen. Diese Tempel sind das Herzstück des Spieles. Hier müssen beispielsweise Schalterrätsel gelöst und in Kisten versteckte Gegenstände gefunden werden. Es gilt aber auch, sich mit verschiedenen Gegnern zu messen und einen bestimmten Gegenstand zu finden, der ihm hilft, den jeweiligen Endgegner zu besiegen. Diese (Boss)Kämpfe (gegen Rieseninsekten, "Biotentakel" und andere Fabelwesen) sind spannend inszeniert, werden jedoch nicht "dramatisch" in Szene gesetzt, sondern die getroffenen Gegner lösen sich sofort auf und hinterlassen Herzen, Diamanten und Munition.

War das Spiel in den vorangegangenen Fassungen durchaus schon ein Hingucker, so wird aus der dreidimensionalen Darstellung (es ist keine 3D-Brille notwendig) ein echtes Erlebnis, denn die Tiefenstruktur erscheint so plastisch auf dem Bildschirm, dass die Erkundung der vielschichtigen Welt zu einem Erlebnis wird. Die gesamte Umgebung ist farbenfroh und detailliert dargestellt, die schöne und stimmige Atmosphäre wird durch entsprechende musikalische Untermalung unterstrichen und vermitteln insgesamt ein tolles Spielgefühl.

Und auch an der Bedienung gibt’s nichts auszusetzen: Die Steuerung der Spielfigur und die Interaktionen mit den jeweiligen Personen und/oder Gegenständen funktionieren problemlos, und selbst die Steuerung über den Bewegungssensor des 3DS erfolgt nach kurzer Erprobung reibungslos. Auf diese Weise können beispielsweise Ziele durch einfache Bewegung anvisiert werden, indem man die gesamte Konsole auf das Ziel ausrichtet und dann z. B. einen Bogenschuss auslöst.

Die Spielreihe um Zelda und Link ist mit 60 Mio. verkauften Einheiten das erfolgreichste Action-Abenteuer überhaupt. Und "Ocarina of Time" ist laut Wikipedia in das Guinness-Buch der Rekorde eingetragen, weil es das Spiel mit den bisher meisten Vorbestellungen ist (im Jahre 1998 wurde das Spiel von 325.000 Personen vorbestellt).

Mit dem Remake hat Nintendo nunmehr eine Version vorgelegt, die allein schon aufgrund ihrer hervorragenden dreidimensionalen Darstellung Staunen auslöst. Da auch die technische Qualität und die Bedienung rundum gelungen sind, ist das Spiel uneingeschränkt empfehlenswert. Es wird sicherlich all diejenigen, die sich fast wehmütig an die Originalspiele erinnern, dazu veranlassen, sich noch einmal in die Welt von Hyrule zu versetzen. Aber auch diejenigen, die diese Spiele nicht kennen, erwartet ein wunderschönes Spiel mit erheblichem Spielspaß über etliche Stunden.

Und wer das Spiel geschafft hat, den erwartet eine besondere Herausforderung: im "Master Quest"-Modus kann das Spiel noch einmal gespielt werden, wobei die gesamte Welt spiegelverkehrt dargestellt wird und die Gegner insgesamt stärker werden. Toll!

TitelThe Legend of Zelda: Ocarina of Time
Erscheinungsjahr2011
Art des SpielsAction & Abenteuer
SpielgerätNintendo 3DS
Preis in Euro37,85
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ab 6 Jahre
Internet-ABC-Altersempfehlung8
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
4Bewertungen
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 26.04.2020]
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