Spiel des Monats Juli 2017

Faszination Prügelspiel

Für viele Menschen sind "Beat 'em Up"-Spiele völlig sinnlos. Sicher, bei einem direkten Vergleich mit einem Buch von Horaz mag dieser Eindruck durchaus richtig sein. Zum Glück müssen solche Spiele aber keinen Sinn haben, sie können einfach Spaß machen. Und dies aus guten Gründen.

Erstens sind diese Games von ihrer Struktur her simpel: Zwei Typen treten wie beim Boxen gegeneinander an. Fertig.

Zweitens schlüpfen die Spieler unabhängig von ihrer echten körperlichen Statur in die Rolle von Figuren, die unglaublich groß, stark und muskulös sind. Und sie bringen Dinge zustande, die keinem durchschnittlichen Menschen gelingen.

Drittens dienen diese Spiele vor allem dem "Dampf ablassen". Wenn mal was so richtig schiefgelaufen ist, kann man sich mit Hilfe dieser Games endlich mal richtig abreagieren. Das ist dann wie digitales Holzhacken.

Lieber lange Arme als Langeweile

Das sogenannte "Prügelspiel" gehört zu den ältesten und erfolgreichsten Genres, auch wenn es nicht immer einen guten Ruf innehat. Einige Spiele landeten sogar auf dem Index. Mit "ARMS" wagt Nintendo auf der Switch eine Wiederbelebung – aber mit Fun-Kloppern laut, locker und lustig statt Blutspritzern.

Der Titel "ARMS" ist ein Wortspiel. Im Englischen steht der Begriff für "Arme" (wie Beine), jedoch eben auch für "Waffen". Und die Arme sind in diesem Spiel das Besondere. Die comicartigen Helden und Heldinnen haben hier wirklich irre lange Gliedmaßen, die an Spiralfedern hervorschnellen und sogar um die Kurve fliegen können.

Dabei werden vor jeder der zehn Runden um den Sieg besondere Kampfaufsätze als modifizierte Boxhandschuhe ausgewählt: ein Bumerang, eine Megatonne oder ein Feuersegler. Jeder Aufsatz hat natürlich seine speziellen Stärken.

Abwechslungsreich – aber erstmal zu wenig

Der Spieler macht richtige Boxbewegungen oder packt den Gegner und schleudert ihn dann wie einen Sack durch die Gegend. Darüber hinaus kann jeder Fighter Spezialangriffe starten, zusätzliche Power-Ups kassieren oder die gegnerischen Angriffe abblocken.

Wer zudem während des Kampfes sprintet und springt, hat eine andere Schlagkraft. Diese Variationsmöglichkeiten machen "ARMS" auch zu einem Taktikspiel. Wobei auf martialische Effekte wie bei "Tekken" oder "Mortal Kombat" verzichtet wird.

Zusätzlich gibt es noch verschiedene Spielmöglichkeiten wie Volleyball, Basketball oder das Treffen von Zielscheiben. Das sorgt für Abwechslung, täuscht aber keineswegs über den kleinen Umfang des Spiels zum großen Preis hinweg. Über Updates kommen indes weitere Elemente, Stages und Kämpfer kostenlos hinzu.

Fazit: Ein taktisches Beat 'em Up mit Witz.

Informationen zum Spiel
TitelARMS
Erscheinungsjahr2017
Art des SpielsAction & Abenteuer
SpielgerätNintendo Switch
getestet aufNintendo Switch
Preis in Euroca. 50,00
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ab 6 Jahre
Redaktionelle Bewertung des Internet-ABC
Altersempfehlung10
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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Tauchen Sie im Lernmodul gemeinsam in die Welt der Spiele ein. Auch problematische Aspekte, wie In-App-Käufe oder Spielestress, kommen zur Sprache – hilfreich, um den Nachwuchs aufzuklären und zur Vorsicht aufzufordern und Gefahren zu umschiffen. Eichhörnchen Flizzy assistiert.

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