Ist WhatsApp kostenlos oder entstehen durch WhatsApp irgendwelche Kosten?

Das Herunterladen und Installieren der App WhatsApp ist kostenlos – ebenso das Versenden und Empfangen von Nachrichten, denn die App nutzt dafür das Internet. Voraussetzung ist daher ein Internetzugang. Das Handy muss also über WLAN oder die "mobilen Daten" mit dem Internet verbunden sein. 

Bei vielen Handyverträgen sind die "mobilen Daten" beschränkt: Man hat nur ein bestimmtes Datenvolumen. Und gerade beim Telefonieren und beim Versenden großer Dateien (zum Beispiel Videos) wird davon viel aufgebraucht! Wenn das im Mobilfunk-Vertrag enthaltene Datenvolumen verbraucht ist, kann es zu Mehrkosten kommen. 

Zu beachten ist zudem: Gerade bei Apps ist "kostenlos" nicht gleich umsonst: Wer WhatsApp nutzt, zahlt mit seinen Daten. Mehr dazu unter

Die App ist übrigens werbefrei – noch! Für 2020 ist bereits angekündigt, dass es Werbung geben wird.


Ab welchem Alter sollten Kinder WhatsApp nutzen dürfen? Ab 10, 13 oder 16 Jahren?

Laut den Geschäftsbedingungen liegt das Mindestalter für die WhatsApp-Nutzung bei 16 Jahren. Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren benötigen die Zustimmung der Eltern. 

Tatsächlich gibt es viele Gründe, sich an diese Vorgaben zu halten. WhatsApp bringt eine Reihe von Problemen mit sich, die für so junge Nutzer oft nicht überschaubar sind. Diese Probleme werden in der nächsten Frage aufgegriffen.

Sie neigen trotzdem dazu, Ihrem Kind WhatsApp zu erlauben? Dann beachten Sie unsere Checkliste unten!


Thema Sicherheit: Ist WhatsApp gefährlich für Kinder? Welche Risiken bestehen?

Ja, es gibt einige Gefahren für Kinder und auch problematische Elemente bei WhatsApp!

Gefahren: 

  • Gruppendruck: Kinder und Jugendliche haben oft Angst, gewisse Diskussionen nicht mitzubekommen. Daher möchten sie nach Möglichkeit immer alle Nachrichten sofort lesen und darauf reagieren.
  • Einschüchternde Kettenbriefe ("Wenn du die Nachricht nicht an mind. 20 Personen schickst, bist du morgen tot.") verbreiten sich über WhatsApp rasch. Sie verunsichern und ängstigen gerade Jüngere. 
  • Mobbing: Insbesondere in den Gruppenchats kommt es oft zu Beleidigungen, Übergriffen und Mobbingattacken. Die Gruppenkommunikation belastet Opfer besonders, wenn Anfeindungen und Attacken in der Gruppe systematisch gegen eine Person gehen.

Datenschutz: 

  • WhatsApp speichert bereits bei der Installation die Daten des Adressbuchs auf seinen Servern. Auch die Handynummern von Personen werden gespeichert, die WhatsApp nicht nutzen.
  • WhatsApp kann weiterhin eine Vielzahl an Daten speichern und verwerten: Wer sendet wem eine Nachricht? Wie häufig und wann kommuniziert jemand mit einem anderen? Beim Telefonieren über WhatsApp: Telefonnummer, Zeitpunkt des Anrufs, Dauer des Gesprächs.
  • Bedenken Sie, dass WhatsApp zu Facebook gehört – und Facebook nutzt Daten, um Geld zu verdienen. Und der Schutz der Daten war in der Vergangenheit nicht gerade eine Stärke von Facebook.

Einige dieser Punkte können natürlich auch bei anderen Messengern auftreten. Trotzdem werden Ihnen nachfolgend einzelne Apps vorgestellt, die zumindest in einigen Bereichen mehr Sicherheit bieten.


Gibt es Alternativen zu WhatsApp? Und ist es realistisch, diese einzusetzen?

Ja, es gibt verschiedene Apps, die zumindest das Datenschutz-Problem deutlich besser gelöst haben. Eine Alternative kann aber nur funktionieren, wenn Freunde, Bekannte oder Kollegen mitziehen. Den Versuch, die anderen von einem sichereren Handy-Messenger zu überzeugen, ist es allemal wert. Warum sich also nicht informieren und diese Informationen mit zu einem Elternabend nehmen?

Linktipp: Alternativen zu WhatsApp

Kinder-Messenger

Es gibt auch einige Messenger, die direkt für Kinder erstellt wurden. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass Eltern vieles kontrollieren können. Dabei sollte aber bedacht werden, dass auch Kinder ein Recht auf Privatsphäre haben. Zudem gilt: Freunde, Verwandte, Bekannte müssen ebenfalls die entsprechende App installiert haben. 


Chatten mit WhatsApp und Co.: Gemeinsam lernen!

Lernmodul "Chatten und Texten – WhatsApp und mehr"

In vielen Familien gehört WhatsApp zum Alltag. Doch immer wieder wird vor dieser App gewarnt: Der Schutz der eigenen Daten sei nicht gewährleistet; die App eigne sich nicht für Kinder. Was also sollte beachtet werden, wenn WhatsApp in der Familie und auch vom Kind genutzt werden soll und darf?

Ein gemeinsamer Besuch des Lernmoduls auf unserer Kinderseite kann helfen, das Für und Wider des Chattens zu verstehen. Sie kommen gleichzeitig mit der Tochter oder dem Sohn ins Gespräch. Und: Es macht Spaß, weil die Lernmodule spielerisch Wissen vermitteln. Am Ende des Moduls können Sie gemeinsam ein kleines Chat-Spiel ausprobieren.


Zahlen und Fakten zu WhatsApp

WhatsApp ist die beliebteste App bei den 12- und 13-Jährigen. Mit großem Abstand folgen YouTube, Instagram und Snapchat (JIM-Studie 2017). Weltweit nutzen 1,5 Milliarden Menschen WhatsApp, in Deutschland sind es rund 37 Millionen.

Auch viele jüngere Kinder nutzen bereits WhatsApp: Im Jahre 2016 waren dies 12 Prozent der 8- und 9-Jährigen und 35 Prozent der 10- und 11-Jährigen.


Checkliste: Das sollten Eltern beachten, wenn Kinder einen Messenger nutzen möchten bzw. bereits nutzen!

Bei den nachfolgenden Regeln sollten Sie beachten, dass nicht alle Regeln für alle Messenger gelten.

Eltern sollten ...

  • sich fragen: Ist mein Kind alt genug, um mit den Problemen von WhatsApp oder eines anderen Messengers fertig zu werden?
  • vor der Nutzung Regeln mit dem Kind festlegen (z. B. mit dem Mediennutzungsvertrag),
  • bei der Nutzung solcher Apps selbst ein gutes Vorbild sein,
  • den Messenger so einstellen, dass andere möglichst wenige Informationen sehen können,
  • den Zeitstempel der letzten Online-Aktivität (online/zuletzt online) deaktivieren.

Das Kind sollte ...

  • die eigene Telefonnummer geheim halten und nur an persönlich bekannte Personen geben,
  • ein Profilfoto mit Bedacht wählen oder den Platzhalter stehen lassen,
  • Fremde und Mobber grundsätzlich blockieren,
  • bei Ansätzen von Mobbing sofort die Eltern benachrichtigen,
  • Kettenbriefe löschen und ihnen keine Beachtung schenken,
  • wissen, dass es nicht immer sofort antworten muss,
  • zu bestimmten Zeiten (zum Beispiel beim Essen sowie abends ab einer gewissen Uhrzeit) Smartphone und WhatsApp nicht mehr nutzen.


Hilfreiche Angebote im Internet

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3Kommentare
[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 28.05.2020]
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Kaylie14.03.202006:38
Eine freundin von mir hatte schon mit 8 what's app und ich werde nächstes Jahr 13 und habe es noch nicht die Eltern müssen wissen wann der richtige Zeitpunkt ist
Hannes27.02.202020:45
Jetzt kann ich meine Freund auch sagen dass WhatsApp nix für ihn ist er ist 10
lenazra02.01.202014:35
stasmeep23 ich glaube du hast es oben nicht gelesen. bei der 2.frage welche gefahren birgt Whatsapp kannst du sehen welche gefahren es in Whatsapp gibt.
Sorry wenn der erste satz bisschen gemein war.

Infografik zum Thema

Diese Infografik bietet Ihnen auf einen Blick das Wichtigste zum Thema "Kinder und WhatsApp": Ab wie viel Jahren dürfen Kinder WhatsApp nutzen? Welche Gefahren drohen bei der Nutzung von WhatsApp?

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