"Hallo zusammen, herzlich willkommen beim Internet-ABC. Ich bin Arnette und freue mich, euch Charlotte von der Beratungsstelle JUUUPORT vorstellen zu dürfen.

Charlotte hilft jungen Leuten bei Cybermobbing und anderem Stress im Internet. Wir haben sie nach nützlichen Tipps fürs sichere Surfen im Netz gefragt.

Viel Spaß beim Anhören!"

Das Gespräch mit JUUUPORT-Scout Charlotte zum Nachlesen

Klickt auf die Kästen, um die Texte zu lesen.

Was ist JUUUPORT?

Charlotte: JUUUPORT ist eine Beratungswebsite und wir helfen Leuten, die im Internet gemobbt werden – nicht nur bei Mobbing, sondern auch bei ganz banalen Themen wie: "Ich habe mich ausgeloggt, wie kann ich mich wieder einloggen?" oder wenn man versehentlich eine App im App Store oder beim Google Play Store gekauft hat und sich fragt: "Wie bekomme ich das wieder rückgängig?" – und generell alle Themen, die das Internet und Kommunikation einbeziehen.

Wie bist du JUUUPORT-Scout geworden?

Charlotte: Das Ganze hat angefangen, dass ich mich gerne engagieren wollte. Weil das bei uns in der Stadt immer bisschen schwierig ist und ich auch währenddessen umgezogen bin, war JUUUPORT total cool, weil man da mobil ist. Man kann von überall aus Leuten helfen und man kann das zu jeder Zeit machen. Ich finde das so toll, dieses Gefühl einer Person geholfen zu haben. Das waren die Hauptauslöser.

Arnette: Cool, dann kannst du jungen Menschen im Internet Rat und Unterstützung geben, wenn ihnen ein Problem im Internet begegnet, oder?

Charlotte: Ja, genau.

Muss man Nachrichten im Chat oder im Messenger immer sofort beantworten?

Charlotte: Natürlich muss man das nicht sofort beantworten. Aber ich kann auch verstehen, dass man manchmal diesen Druck verspürt, dass wenn ich nicht antworte, sich die Person ignoriert fühlt. Da gibt es dann den einfachen Trick: dass man zum Beispiel in seinen WhatsApp Status schicken kann, dass man gerade beschäftigt ist, oder dass es gerade nicht geht, sodass die Leute sehen: Ok gut, du bist gerade nicht verfügbar und es ist nicht gegen mich persönlich.

Arnette: Ja, das ist manchmal auch echt stressig, wenn das Handy immer klingelt und man gerade dabei ist zu essen oder Hausaufgaben macht. Grundschulkinder haben zum Teil schon ihr eigenes Smartphone und sind auch zum Beispiel in Online-Chats unterwegs.

Welche Informationen sollte man Fremden in Chats nicht verraten?

Charlotte: Am besten verrät man nicht seinen ganzen Namen, also Vor- und Nachnamen, die eigene Adresse, die private Telefonnummer – und auch nicht, auf welche Schule man geht. Im schlimmsten Fall gerät man sonst an irgendjemanden, der keine guten Absichten hat und der steht dann vor der Haustür. Aber das ist natürlich nur das Horrorszenario. Aber es kann natürlich passieren und deshalb behält man solche Informationen am besten für sich.

Bilder werden von mir werden ohne meine Erlaubnis im Internet gepostet. Was kann ich tun?

Charlotte: Man kann gucken, von wem das gepostet wurde. Wenn man die Person kennt, kann man zu ihr gehen und sagen: "Hey ich bin damit nicht einverstanden, kannst du das bitte wieder löschen." Aber wenn man die Person nicht kennt, kann man sie über die Plattform anschreiben. Bei Social Media Plattformen, zum Beispiel Instagram, Facebook, Snapchat, gibt es die Möglichkeit den Beitrag zu melden. Es ist praktisch, wenn man Freunde, Verwandte, Bekannte dazu holt. Je mehr Leute das melden, desto schneller reagiert die Website und dann wird das runtergelöscht. In Extremfällen kann man damit auch zur Polizei gehen. Wenn das Bild von einem gepostet wird, ohne dass man sein Einverständnis gegeben hat, ist das eine Verletzung vom Recht am eigenen Bild. Damit kann man dann zur Polizei gehen.

Was kann man tun, wenn man in einem Online-Spiel im Chat gemobbt oder geärgert wird?

Charlotte: Was immer ganz wichtig ist: Man darf das auf keinen Fall an sich ranlassen. In den allermeisten Fällen ist das von Leuten, die selber unzufrieden mit sich selbst sind oder in einer stressigen Lebenssituation sind. Das heißt, es ist in den allermeisten Fällen nicht gegen einen selber, daher sollte man das an sich selber abprallen lassen. Aber ich kann auch verstehen, dass das häufig schwierig ist, weil das einen trotzdem trifft. Auch wenn man weiß: "Ok, das sollte mich nicht berühren." Ist es trotzdem häufig verletzend. Dann kann man zum Beispiel die Leute blockieren, sie können einem dann keine Nachrichten mehr schreiben. Ansonsten mit Freunden und Verwandten darüber sprechen, damit man weiß: "Ok, ich bin nicht alleine." Was man auch machen kann oder vielleicht machen sollte, ist Screenshots von den Chats zu machen, damit man Beweise sichert. Cybermobbing an sich ist keine Straftat, aber das was dort geschrieben wird, können vereinzelnd Straftaten sein – wie Üble Nachreden oder Beleidigungen. Damit kann man dann wieder zur Polizei gehen, falls es wirklich schlimm ist.

Wie kann man einer Freundin oder einem Freund bei Mobbing helfen, die oder der im Internet von anderen gemobbt wurde?

Charlotte: Als Erstes ist es wichtig, dass man sagt, dass man auf seiner Seite ist. Wenn man im Internet beleidigt oder gemobbt wird, fühlt sich das immer ganz blöd an. Dann ist es immer gut zu wissen: "OK gut, es gibt Leute, die sind auf meiner Seite, die glauben mir und die wissen, dass das alles nicht stimmt, was da steht." Häufig hilft es auch, wenn man mit der Person redet und, dass sie darüber sprechen kann, sich ein bisschen darüber aufregen kann und man sich darüber einmal unterhält. Ansonsten kann man als Freund die Leute von denen das ausgeht, also die Mobber, dann auch anschreiben und sagen, dass man das nicht OK findet, was die machen und eventuell auch die sogenannten Bystander, die Leute, die bei den Mobbern mitlaufen und die mitmobben, davon überzeugen und fragen: "Warum macht ihr das jetzt? Das ist doch total unnötig."

Arnette: Ja, Charlotte, vielen Dank für deine Zeit und tollen Tipps!"

"Und wenn ihr ganz konkrete Probleme habt – mit Cybermobbing oder mit Stress im Netz – dann könnt ihr euch an JUUUPORT wenden. Ich habe euch die Seite zu JUUUPORT in den Surftipps verlinkt.

Habt ihr allgemeine Fragen zum Thema Cybermobbing oder zum Chatten im Internet? Dann schreibt uns gerne über den "Frag uns!"-Kasten beim Internet-ABC.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss!"


Habt ihr noch Tipps bei Stress im Netz? Schreibt es unten in die Kommentare.

Bitte beachten: Beleidigungen und private Angaben (Adresse, Telefonnummer, Schule) werden nicht veröffentlicht, sondern gelöscht.
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luki06.07.202214:55
es war cool
luki06.07.202214:52
digga war geil hat weiter geholfen
luki24.09.202210:54
junge wieso antwortet nimant auf mein komentar
Rio25.09.202213:17
Wieso digga?
olla04.04.202216:35
Einfach das Gerät weglegen
Laerchen22.05.202219:37
An sich ja, aber das beendet das Mobbing nicht. Viele würden trotzdem darunter leiden. Wenn du das Handy für 2 Tage weglegst und dann später wieder online gehst, fängt es ja wieder an... Aber wenn das die eigene Lösung ist, ist das natürlich auch gut
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