Spielen für die Wissenschaft

Knäuel aus dem Spiel, Bild: UW Center for Game Science
Knäuel aus dem Spiel, Bild: UW Center for Game Science

Wissenschaftler aus den USA haben ein Computerspiel entworfen. Die Menschen, die es spielen, helfen ganz nebenbei der Wissenschaft. Im Spiel gibt es ein wirres Knäuel aus verschiedenen Fäden. Die sollen so verschoben und gefaltet werden, bis ein sehr festes Gebilde entsteht.

Das ist eine schwierige Angelegenheit und normalerweise müssten dazu riesige Computer eingesetzt werden. Genauso gut funktioniert aber eine große Menge von Menschen. Ihr räumliches Vorstellungsvermögen ist nämlich besser als jedes Computerprogramm und kann die Aufgaben der Wissenschaftler lösen.

Die Fäden im Spiel stellen Proteine dar. Das sind Eiweißverbindungen, die in den Zellen von allen Menschen, Tieren und Pflanzen ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Wenn die Proteine falsch gefaltet sind, führt das zu krankhaften Veränderungen der Zellen und schwere Krankheiten können entstehen.

Das Computerspiel heißt "Foldit" (auf Deutsch: "Falte es"). Ziel ist es, für jedes Protein die richtige Faltung zu finden. So wollen die Wissenschaftler dann Proteine erkennen, die falsch gefaltet sind und gefährlich werden können.

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1 Kommentar

[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 19.04.2018]


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franzi 06.06.2017 09:09
Sehr interessant

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