TikTok ist von der USK ab 12 Jahren freigegeben, laut den Geschäftsbedingungen der TikTok-Betreiber erst ab 13 Jahren bzw. ohne Einverständnis der Eltern sogar erst ab 18.

Die Realität sieht allerdings anders aus. Viele jüngere Kinder nutzen TikTok. Eine wirksame Altersprüfung bei der Installation gibt es nicht. Die Eltern sind also gefordert und sollten sich Gedanken machen, ob sie die App freigeben. Informationen dazu finden Sie hier:

In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn Eltern TikTok zusammen mit ihren Kindern installieren, einrichten und Sicherheitseinstellungen selbst vornehmen. Mit diesen Einstellungen können durchaus einige Gefahren eingedämmt werden. Besonders wichtig ist dabei, auf die richtige Angabe des Alters zu achten.

Ab dem 30. April 2020 gibt es bei TikTok nämlich ein Mindestalter für Direktnachrichten: Unter 16 Jahren können diese dann nicht mehr empfangen und gesendet werden.

Installation und Geräteeinstellungen

TikTok ist eine App, auf der Videos hochgeladen werden können. Im Vordergrund steht aber zunehmend auch die Funktion als Soziales Netzwerk. Verfügbar ist die App für die Betriebssysteme iOS und Android, alle freigegebenen Inhalte können jedoch auch auf der Internetseite von TikTok gesehen werden. Grundsätzlich ist TikTok kostenlos, In-App-Käufe sind aber durchaus möglich. Hierfür sollten Kinder sensibilisiert und Absprachen getroffen werden.

Bei TikTok muss ein Benutzerkonto eingerichtet werden. Dazu kann die App mit einem bestehenden Account – wie Google, Facebook oder Instagram – verknüpft oder eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eingegeben werden. Hierbei wird die Kontaktliste, also das Telefonbuch, auf dem Smartphone ausgelesen. Dies ist hinsichtlich des Datenschutzes durchaus bedenklich.

In den Standardeinstellungen ist das Konto öffentlich und sollte auf "privat" gestellt werden. Diese Einstellungen können Sie auch noch vornehmen. Bei Kindern sollten zum Beispiel nur Freunde die Videos kommentieren dürfen:

  • Nach der Installation fragt TikTok zunächst nach den jeweiligen Interessen des neuen Nutzers.
  • Danach wird das Alter abgefragt. Eine Überprüfung des Geburtsdatums findet allerdings nicht statt.
  • Wählen Sie die Art der Registrierung aus, dies ist auf mehreren Wegen möglich. Damit akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen von TikTok und stimmen der Datenschutzerklärung zu.
  • Gehen Sie in die "Einstellungen". Klicken Sie dazu auf dem Startbildschirm unten rechts auf "Ich". Ihr Profil wird angezeigt, klicken Sie nun auf die 3 Punkte oben rechts. Stellen Sie nun den Pfeil bei "Privates Konto" auf grün.
  • Bei TikTok besteht die Möglichkeit, zusammen mit anderen Videos zu gestalten. Ist das Konto auf "privat" gestellt, ist dies nicht möglich. Bei öffentlichen Profilen deaktivieren Sie auf jeden Fall die Option "Alle".
  • Da TikTok sich auch als Soziales Netzwerk versteht, können die Videos kommentiert werden. Dies kann in den Einstellungen beschränkt oder ganz unterbunden werden.

Kindersicherung: Die App im "begleitenden Modus"

Seit einiger Zeit gibt es bei TikTok für Eltern einen Kontrollmodus. Eltern müssen auf ihrem Smartphone ebenfalls die TikTok-App installieren und den so genannten "begleitenden Modus" einstellen. Das geht so:

  • Gehen Sie bei TikTok auf beiden Geräten in die "Einstellungen". Klicken Sie dazu auf dem Startbildschirm unten rechts auf "Ich". Ihr Profil wird angezeigt, klicken Sie nun auf die 3 Punkte oben rechts. Wählen Sie unter "Privatsphäre und Sicherheit" den Menüpunkt "Digital Wellbeing" aus.
  • Schalten Sie im Bereich "Digital Wellbeing" auf ihrem Gerät und auf dem Gerät ihres Kindes den Menüpunkt "Begleiteter Modus" von "Aus" auf "An".
  • Nun erscheint folgende Seite. Auf Ihrem Gerät wählen Sie "Erziehungsberechtigter", auf dem anderen Gerät "Teenager".
  • Auf ihrem Gerät erscheint ein QR-Code, der vom Gerät des Teenagers gescannt werden muss. Dann sind die Profile miteinander verbunden.
  • Nach der Einrichtung können Sie nun von Ihrem Smartphone aus das andere Konto verwalten.
  • Sie können altersgerechte Inhaltsfilter einschalten und Nachrichten von Fremden unterbinden.
  • Außerdem kann eine Nutzungsdauer von bis zu 2 Stunden am Tag festgelegt werden. Nicht sehen können sie aber, welche Videos auf dem anderen Gerät angeschaut werden.
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4Kommentare
[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 26.10.2020]
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Karola 1223.10.202014:52
Danke vielleicht erlaubt meine Mama mir Tik Tok wenn sie das mit der Sicherrung sieht
Chris03.09.202021:39
Danke für die tollen Hinweise - genau so etwas hatte ich gesucht.
martha17.06.202008:09
super bericht danke
Julia03.06.202017:19
super Bericht, danke!
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