Mobbing und Cybermobbing

Drohung mit einer SMS; Bild: Internet-ABC
Mobbing und Cybermobbing

Gehört Mobbing zur täglichen Erfahrung jedes Kindes? Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil der Begriff "Mobbing" unterschiedlich verstanden wird. Manchmal wird jedes Hänseln, jedes Herumschubsen auf dem Schulhof und jedes Schimpfwort als Mobbing bezeichnet. Richtig ist allerdings, dass Mobbing viel mehr ist, nämlich eine tiefgreifende Herabwürdigung einer Person über einen längeren Zeitraum hinweg. 

Und richtig ist auch, dass allzu viele Kinder tatsächlich Mobbing erfahren - sei es im realen Leben oder im Netz. Die Betroffenen leiden darunter massiv: physisch und seelisch. Das Selbstwertgefühl wird empfindlich getroffen, manche von ihnen zerbrechen daran. Das darf nicht sein!

Beim Mobbing ist es wie in anderen Bereichen auch: Um einen Weg aus der belastenden Situation zu finden, muss man sie erst einmal erkennen und wissen, wie und wo man sich Hilfe holen kann. Gerade für Sie als Eltern und Pädagogen ist es wichtig, Anzeichen von Mobbing erkennen zu können. Denn Kinder, die gemobbt werden, sind in der Regel völlig eingeschüchtert und hilflos - sie wenden sich eben nicht sofort an einen Erwachsenen und schildern offen ihr Dilemma. Dasselbe gilt für Kinder, die in der Täterrolle unterwegs sind. Auch sie werden da kaum allein einen Weg herausfinden.

Die Themen:

Was ist Mobbing? Was ist Cybermobbing?

Mobbing gibt es unter Kindern wie unter Erwachsenen, unter Jungen wie Mädchen, in allen sozialen Schichten. Von Mobbing spricht man, wenn  jemand wiederholt und über längere Zeit herabgesetzt und ausgegrenzt wird - und zwar immer von derselben Person bzw. derselben Gruppe/Clique. Dies geschieht oftmals bewusst und unter Billigung der Folgen für das Opfer. Dabei wird die Kluft zwischen Täter und Opfer nach jedem Übergriff größer: Der Mobber fühlt sich immer mächtiger, das Opfer fühlt sich immer mehr erniedrigt.

Mobbing ist kein einfacher Streit zwischen Kindern oder Jugendlichen. Ein Streitfall ist - auch wenn er heftig und sogar körperlich ausgetragen wird - eine normale Sache in der kindlichen Entwicklung. Beim Mobbing dagegen nutzen Einzelne ihre Überlegenheit aus, um andere gezielt zu terrorisieren, unter Druck zu setzen, zu demütigen. Mobbing ist eine bewusste Machtdemonstration des oder der vermeintlich Stärkeren, bei der das Opfer von Anfang an kaum eine Chance hat.

Mobbing tritt in verschiedenen Formen auf. Kinder werden psychisch fertiggemacht: Man beachtet sie nicht, spricht nicht mit ihnen, grenzt sie von gemeinsamen Aktivitäten aus. Oder das Mobbing erfolgt verbal: Schimpfwörter und Beleidigungen werden ausgesprochen, die Opfer lächerlich gemacht oder bedroht. In der Schule wird auch häufig physisch gemobbt: schlagen, Bein stellen, festhalten, einsperren, unter Wasser tauchen sind nur einige der Methoden der Mobber. Bücher, Hefte und Schultaschen werden beschmutzt, beschädigt oder kaputt gemacht.

Cybermobbing

In der heutigen Zeit ist eine neue Form des Mobbens dazugekommen: Cybermobbing. Davon spricht man, wenn mithilfe elektronischer Medien gemobbt wird, also über das Internet oder das Handy. Im englischsprachigen Raum ist der Begriff Cyberbullying üblich, der dasselbe meint. Opfer kann jede/r werden, die/der einen internetfähigen Computer und ein Handy hat. Beispiele gibt es viele:

  • Da trudelt eine SMS nach der anderen ein mit Beleidigungen oder Beschimpfungen.
  • Das Handy klingelt ständig, aber niemand ist dran.
  • In Chats wird gepöbelt oder es werden Geheimnisse ausgeplaudert. Oder Gerüchte gestreut: "Kevin steht auf Hitler", "Sandra schläft mit jedem" - Ruf schädigende Behauptungen, die über das Internet in kürzester Zeit riesige Verbreitung finden.
  • Gefälschte (Nackt)Fotos werden ins Netz gestellt, peinliche Situationen dokumentiert.
  • In sozialen Netzwerken wie Facebook Netzwerken wird eine "Hassgruppe" gegründet, in der über das Opfer hergezogen wird.
  • Mobber schreiben unter dem Namen des Opfers bösartige Kommentare und beleidigen andere.
  • Oder sie gaukeln dem Opfer eine falsche Identität vor, bauen eine Beziehung auf, die sie dann brutal zerstören und bei der sie das Opfer bloßstellen.
  • Besonders spektakulär, aber glücklicherweise selten kommt es zu "Happy Slapping": Eine Gruppe schlägt jemanden und lässt ihn hilflos liegen. Dieses Ereignis filmt ein Beteiligter mit dem Handy und stellt die Bilder ins Internet.
Wer sind die Opfer von Mobbing?

Besonders häufig erwischt es Kinder und Jugendliche, die zu keiner Clique gehören, weil sie aus irgendeinem Grund "anders" sind als die Kinder, die das Sagen haben. Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum ein Kind an den Rand gedrängt wird. Mal ist es die "falsche" Kleidung, mal das Aussehen, die  Schüchternheit, die strengen Eltern oder der Dialekt, der Kinder zu Außenseitern abstempelt.

Kinder, die es darauf anlegen, andere zu kränken, finden immer einen Anlass. Schlimm ist, dass es meistens die Kinder trifft, die ohnehin wenig Anschluss in der Klasse und wenig Verbündete haben und sich deshalb kaum wehren können.

Mobbing geschieht anfangs im Verborgenen. Wenn sich das Opfer nach einiger Zeit in seine Verlierer-Rolle gefügt hat, wird mehr und mehr offen gemobbt. Mobbing kann überall passieren - auf dem Schulweg, in der Pause, im Bus, an der Bushaltestelle, in der Turnhalle, in der Umkleidekabine…

Und die Opfer von Cybermobbing?

Cybermobbing kann für die Opfer noch verletzender und umfassender sein als herkömmliches Mobbing, bei dem sich Täter und Opfer gegenüberstehen:

  • Der/ die Täter bleibt/ bleiben anonym, man kann ihm/ihnen nicht wie einem Mobber auf dem Schulhof aus dem Weg gehen.
  • Das Misstrauen frisst das Opfer auf: Kann auch mein Freund dabei gewesen sein? Diese Ungewissheit bringt Kinder aus der Fassung und führt dazu, dass sie sich aus ihrer gewohnten sozialen Umgebung zurückziehen und im schlimmsten Fall depressiv werden.
  • Das Mobbing ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.
  • Es gibt keine Zeit und keine Umgebung mehr, in der sich das Opfer sicher fühlen kann (es sei denn, es verzichtet auf Telefon und Internet).
  • Cybermobbing geschieht im Verborgenen; es ist schwerer nachzuweisen als Mobbing auf dem Schulhof.

Besonders schlimm ist für die Opfer, dass die diffamierenden oder einfach nur peinlichen Beiträge über lange Zeit im Internet auffindbar bleiben. So können Klassenkameraden andere darauf aufmerksam und sich gemeinsam über das Opfer lustig machen. Im schlimmsten Fall sind solche Einträge, Fotos oder Videos noch Jahre später im Netz, wenn sich ein Jugendlicher um ein Praktikum oder eine Lehrstelle bewirbt.

Um herauszufinden, ob man selbst Mobbingopfer ist, hat die Kriminalpolizei einen Test für Kinder und Jugendliche entwickelt. Selbst wenn das Thema Mobbing bei Ihren Kindern oder Schülern nicht akut ist, können Sie auf diesem Weg vielleicht ins Gespräch kommen. Und das ist möglicherweise der beste Schutz vor Mobbing überhaupt.

Die Täter

Mobber wollen nur eines: Sie wollen ihre Stellung in der Gruppe festigen und damit ihr Selbstwertgefühl steigern. Indem sie wehrlose Opfer einschüchtern und ihnen immer mehr Angst einjagen, demonstrieren sie ihre Stärke und ihre Macht. Mobber sind selbstsicher und dominant. Entsprechend aggressiv gehen sie gegen andere vor.

Beim Cybermobbing haben die Täter noch größere Möglichkeiten als beim Mobben im realen Leben. Sie "profitieren" von allem, worunter die Opfer besonders leiden: der Anonymität des Internets, dem unbeschränkten Zugang zum Medium und dem Mangel an Kontrolle. Wissenschaftler sprechen von einem "Online-Enthemmungseffekt" (engl. disinhibition).

  • Die Mobber befinden sich in unkontrollierten virtuellen Räumen ohne erwachsene Autoritäten und können ihre Gemeinheiten leichter unbeobachtet begehen.
  • Die Täter fühlen sich sicher, weil sie glauben, dass sie für ihre Bosheit nicht einstehen müssen.
  • Da das Opfer nicht präsent ist und seine Leiden nicht zu beobachten sind, entfällt der letzte Rest von Empathie.
  • Mobben in der Gruppe ist einfacher möglich und wird im digitalen Raum als "Spiel" empfunden.
  • Das Mobben ist "erfolgreicher", weil es meist sofort einer großen Öffentlichkeit bekannt wird.
  • Der Täter bleibt anonym, muss also mit weniger Konsequenzen rechnen.

Das Ministerium für Kinder, Schulen und Familien hat vor einigen Jahren einen Film in Auftrag gegeben, der helfen soll, Kinder und Jugendliche für die Kränkungen und den Schaden zu sensibilisieren, die durch Cybermobbing verursacht werden. Der Film "Let's fight it together" erhielt mehrere Auszeichnungen. Er ist sieben Minuten lang, auf englisch mit deutschen Untertiteln und wird von einer Website begleitet, auf der es auch Interviews mit den Schauspielern gibt, die die klassischen Rollen spielen: das Opfer, der Täter, der Mitläufer. 

Film: Let's fight it together

Viele Mitläufer ...

Mobbing und Cybermobbing sind selten eine Angelegenheit zwischen zwei Einzelnen. In der Regel hat der Mobber eine Clique hinter sich. Die/der Gemobbte ist häufig allein, weil niemand in den Konflikt hineingezogen werden will, weil niemand sich einsetzen will für ein Opfer - schließlich ist "Opfer" eines der verbreitetsten Schimpfworte unter Jugendlichen.

Mobbing betrifft aber nicht nur die, die selbst mobben oder gemobbt werden. Mobbing geht alle an, die davon wissen. Es reicht schon, wenn man mitbekommt, dass jemand gemobbt wird. Dann ist man Mobbing-Zeuge. Mobbing-Zeugen sind nicht nur Klassenkameraden und Freunde; auch viele Lehrer sind Mobbing-Zeugen.

Es gibt Mobber, die andere zum Mitmachen anstiften. Wer sich von ihnen anstecken lässt oder aus Angst, selbst gemobbt zu werden, mitmacht oder zusieht und nichts dagegen unternimmt, ist ein Mobbing-Mitläufer.

Wie häufig kommen Mobbing und Cybermobbing vor?

Cybermobbing - ein paar Zahlen

Seit mehreren Jahren befragt der "Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest" Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren zum Thema Cybermobbing. Aus dieser Studie werden nachfolgend ein paar Ergebnisse aufgezeigt, wobei zu beachten ist, dass die nachfolgenden Punkte allein noch kein Mobbing darstellen muss:

  • 12 Prozent der Internetnutzer berichten, dass über sie schon einmal etwas "Falsches oder Beleidigendes" verbreitet wurde.
  • Über 10 Prozent der Jugendlichen mussten miterleben, dass beleidigende oder peinliche Fotos oder Videos von ihnen im Netz oder per Handy "veröffentlicht" wurden.
  • Über 30 Prozent der Befragten bejahten die Frage, ob es in ihrem Bekanntenkreis jemanden gäbe, der im Internet oder übers Handy schon mal fertig gemacht wurde.
  • Davon betroffen waren mehr Mädchen als Jungen, eher ältere Jugendliche (zwischen 14 und 17 Jahren) als 12- bis 13-Jährige.
  • Selbst von solchen Aktionen betroffen waren ca. sieben Prozent der Jugendlichen.

Mobbing im Internet ist schlimmer - meinen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen neun und 24 Jahren laut einer Studie des "Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)". Die Kommunikation verlaufe im Internet - und hier werden vor allem soziale Netzwerke genannt - "ungehemmter" als von Angesicht zu Angesicht. Ein Drittel der befragten Kindern (neun bis 13 Jahre) bezeichnet Mobbing als eine der größten Risiken des Internets, bei den 14- bis 17-jährigen Jugendlichen sind es sogar 40 Prozent.

Links zu den Studien

JIM-Studie 2013
DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt

Das eigene Kind als Opfer oder Täter - was tun?

Das eigene Kind als Opfer - was tun?

Sollte ihr Kind im Internet gemobbt werden, braucht es Ihre Hilfe, gerade so, als sei das Mobbing auf dem Schulweg passiert. Sie müssen zuhören, Verständnis zeigen, trösten - und sie müssen möglichst schnell handeln, um dem Mobbing ein Ende zu setzen.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich möglichst schnell eine neue E-Mail Adresse zulegt. Die alte Adresse können Sie beim Anbieter löschen lassen.
  • Wenn das Handy für Mobbing genutzt wird, sollten Sie den Anbieter wechseln und eine neue Telefonnummer besorgen. So ist man Beleidigungen etc. nicht länger ausgesetzt.
  • Raten Sie Ihrem Kind, alle Nicknames in Chats, in Foren oder sozialen Netzwerken zu ändern oder den alten Zugang zu löschen und ggf. einen neuen anzulegen.
  • Wenn das nicht möglich ist, können zumindest die in sozialen Netzwerken eingebauten Sicherheitsmaßnahmen ausgeschöpft werden. Ihr Kind kann die Mobber auf "Ignorieren" schalten und so verhindern, weiter von ihnen E-Mails zu empfangen.
  • Melden Sie die Mobber beim Betreiber der entsprechenden Internetseite. Fordern Sie ihn auf, die Beiträge, in denen Ihr Kind beleidigt oder verhöhnt wird (Texte, Fotos, Videos), zu löschen. Dies ist Ihr gutes Recht, wie der Bundesgerichtshof entschieden hat.
  • Lässt sich die Identität des Mobbers mit Hilfe der Benutzerinformationen herausfinden und ist dieser Ihrem Kind bekannt, so scheuen Sie sich nicht, dessen Eltern einen Brief zu schreiben, in dem Sie auf das Mobbing hinweisen.
  • Veranlassen Sie die Betreiber der entsprechenden Plattform, das Video aus dem Netz zu nehmen.

Außerdem sollten Sie klären, ob eine Straftat vorliegt und sich nicht scheuen, sich gegebenenfalls an die Polizei zu wenden und Anzeige zu erstatten. Denn nicht nur solch krasse Beispiele wie abgefilmte Schlägereien oder Vergewaltigungen sind strafbar. Auch jede Verletzung des Persönlichkeitsrechts, Beleidigungen, Verleumdungen, üble Nachrede, Drohung, Erpressung und Nötigung können geahndet werden, wie im realen Leben. Wer meint, es sei durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt, in Foren oder Chats jemanden öffentlich für unfähig, hässlich oder bescheuert zu erklären, irrt.

Das Internet ist keinesfalls ein rechtsfreier Raum. Dort gelten die gesetzlich garantierten Rechte wie im wirklichen Leben. Scheuen Sie sich also nicht, die Polizei einzuschalten und befürchten Sie nicht, dort abgewiesen zu werden. Denn Cybermobber sind nicht anonym; die Polizei kann mit Hilfe der Provider die IP-Nummern der Mobber erfahren und die Täter verfolgen.

Allerdings sollten Sie vorher Beweise sammeln, damit die Polizei auch tätig werden kann. So schwer es fällt - heben Sie E-Mails, SMS und Chatprotokolle im Messenger auf, in denen Ihr Kind gemobbt wird. Machen Sie Screenshots von den entsprechenden Websites. Laden Sie beleidigende Videos herunter und brennen Sie sie auf CD oder DVD.

Hilfe - mein Kind mobbt andere!

Was tun, wenn sich herausstellt, dass Ihr Kind zu den Tätern gehört? Eine solche Feststellung ist sicher für jede Mutter und jeden Vater zunächst einmal erschreckend. Aber auch hier gilt es, kühlen Kopf zu bewahren.

Unter Wissenschaftlern ist nicht völlig geklärt, welche Kinder zu Tätern werden. Als mögliche Auslöser für Mobbing gelten geringe Selbstkontrolle, zu wenig ausgeprägte Konfliktlösungsstrategien, körperliche Stärke, Fehleinschätzung des Verhaltens anderer, geringes Selbstwertgefühl, Spaß an Machtausübung oder wenig Empathie. Kurz: eine Mischung aus Eigenschaften, wie sie gerade zu Beginn der Pubertät bei fast allen Kindern zu finden sind.

Es ist also sicher nicht angebracht, das eigene Kind als kleines "Monster" zu sehen und zu bestrafen. Machen Sie sich klar, dass Mobbing in einer Gruppe geschieht, in der es bestimmte Spielregeln und Machtkonstellationen gibt. Versuchen Sie herauszufinden, welche Rolle Ihr Kind in dieser Gruppe hat! Stiftet es zum Mobbing an? Oder gehört es zu denen, die die Ideen eines anderen ausführen? Denn nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts geschieht Mobbing überwiegend aus Gruppen heraus, in denen ein überdurchschnittlich intelligentes Kind andere dazu bringt, die tatsächlichen Handlungen auszuführen.

Kommt es zum Mobbing in einer Schule, so müssen Sie als Eltern nicht die Aufgabe übernehmen, den Konflikt zu regeln oder Ihr Kind gar zu bestrafen. Das ist Sache der Schule. Ihre Aufgabe ist es, mit dem Kind gemeinsam zu überlegen, wie es aus der Situation mit Anstand herauskommt und welche Konsequenzen es ziehen sollte.

  • Überlegen Sie gemeinsam, ob eine mündliche oder schriftliche Entschuldigung sinnvoll ist.
  • Versuchen Sie im Gespräch herauszufinden, was dem Mobbing vorausgegangen ist. Häufig lassen Kinder Druck von Lehrern auf diese Art an anderen aus.
  • Wenn das Mobbing durch die schulische Situation bedingt war, verabreden Sie ein Gespräch mit dem Klassenlehrer.
  • Machen Sie Ihrem Kind klar, was es einem Mitschüler angetan hat. Regen Sie es dazu an, sich die Qualen des anderen auszumalen.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind, sich klare Ziele zu setzen und zum Beispiel nicht mehr den Anregungen anderer Mobber zu folgen. Machen Sie Ihm klar, dass echte Freunde sich deshalb nicht von ihm abwenden werden.
  • Suchen Sie das Gespräch mit dem Klassenlehrer, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind Probleme hat, mit Konflikten in der Klasse umzugehen. Bitten Sie um Hilfe für Ihr Kind.
  • Wenn Sie denken, Ihrem Kind würde mehr Selbstkontrolle und Selbstbewusstsein gut tun, überlegen Sie, wo es das lernen kann. Hier bieten sich an, gemeinsam nach einer Sportart zu suchen, die Ihrem Kind in seiner Entwicklung weiterhelfen kann. Dies kann eine Mannschaftssportart sein oder auch Kampfsport - je nach Interesse Ihres Kindes.
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1 Kommentar

[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 20.03.2013]


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Gert 03.12.2015 13:09
ES steht zu viel über andere sachen drin
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Grundlegende Informationen und Tipps für Betroffene hält die Seite medienbewusst.de bereit.

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Ausführliche Informationen zum Thema "Cybermobbing".

E-Book Cybermobbing

Informationen über Cybermobbing von dem Juristen Martin Weißenborn.
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