Schranken des Urheberrechts für die Schule

Bitte beachten: Seit dem 1. März 2018 hat sich offenbar eine grundsätzliche rechtliche Einschätzung, ob eine Schulveranstaltung oder der Unterricht öffentlich oder nicht-öffentlich ist, geändert. Daher sind einige Inhalte auch auf dieser Seite nicht mehr aktuell. Wir werden diese Abschnitte in Kürze überarbeiten.

(Zitatrecht § 51 UrhG, Öffentliche Wiedergabe § 52 UrhG, Öffentliche Zugänglichmachung § 52 a UrhG, Vervielfältigung § 53 UrhG, § 53 UrhG Abs. 3 und Gesamtvertrag, Ergänzungsvereinbarung zum Gesamtvertrag zu § 53 Abs. 3 UrhG vom 01.01.2013) 

Lehrkräfte dürfen analoge und digitale Kopien von Printmedien anfertigen, auch von Unterrichtswerken (nur von solchen, die ab 2005 erschienen sind), wenn diese Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Es handelt sich nur um kleine Teile eines Werkes (max. 10 % bzw. nicht mehr als 20 Seiten),
  • um Werke von geringem Umfang: Druckwerk mit max. 25 Seiten, Musikedition mit max. 6 Seiten, alle vollständigen Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen (Achtung: Das gilt nicht bei Unterrichtswerken!),
  • um einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften.
  • Sie werden ausschließlich zur Veranschaulichung des Unterrichts und 
  • in der erforderlichen Anzahl, nicht auf Vorrat verwendet.
  • Die Quelle muss genannt werden. (Achtung: Bei Noten für Schulchor, das Schulorchester oder –bands  gelten teilweise andere Bestimmungen!).
  • Es handelt sich um digitale Kopien von Werken für den Unterrichtsgebrauch und von Noten nur aus Werken, die ab 2005 erschienen sind (max. 10 % bzw. nicht mehr als 20 Seiten).
  • Aus jedem Werk darf pro Klasse und Schuljahr nur einmal im genannten Umfang kopiert werden.

Oder:

  • Das Zitatrecht greift, d.h. die Übernahme erfolgt in ein eigenständiges neues Werk, hält sich im Rahmen des Nötigen und dient der Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk.

Die (digitalisierten) Materialien können für die eigene Unterrichtsvor- und -nachbereitung verwendet und zum eigenen Unterrichtsgebrauch kopiert und an Schüler ausgedruckt und ausgeteilt werden. Sie können außerdem im Unterricht per PC, Beamer oder Whiteboard wiedergegeben werden.

Lehrende dürfen außerdem die digitalen Kopien im erforderlichen Umfang auf ihrem PC, Tablet, Laptop oder in einem individuellen und geschützten Bereich auf dem Schulserver speichern, wobei ein Zugriff Dritter zu verhindern ist.

Für digitalisierte Kopien von Unterrichtswerken ist noch zu beachten, dass Schüler sie zwar ausdrucken, aber weder analog noch digital verbreiten dürfen. 

Sollen digitale Kopien darüber hinaus über eine eigene Lernplattform auf dem Schulserver (Moodle) zugänglich gemacht werden, gelten diese Regelungen:

  • Es darf sich nur um kleine Teile eines Werkes (max. 12 %, nicht mehr als 20 Seiten, max. 5 Min. eines Films, max. 5 Min. eines Musikwerks) handeln,
  • um kleine Teile eines Druckwerkes (max. 25 %, max. 100 Seiten),
  • um Werke geringen Umfangs (Druckwerk von max. 25 Seiten, Musikstück von max. 5 Min., Film von max. 5 Min., Musikedition von max. 6 Seiten, alle vollständigen Bilder und Fotos).
  • Sie sind ausschließlich für einen konkret abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmerin zugänglich, versehen mit einem Passwortschutz.
  • Filmwerke: erst 2 Jahre nach dem Kinostart.
  • Werke für den Unterrichtsgebrauch dürfen nicht online gestellt werden.
  • Aus jedem Werk darf pro Klasse und Schuljahr nur einmal im genannten Umfang kopiert werden.
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2 Kommentare

[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 22.05.2018]


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Redaktion Internet-ABC 22.05.2018 09:21
@Gerber Guten Tag! Ja, uns ist bewusst, dass einzelne Sachverhalte durch neue Richtlinien nicht mehr aktuell sind und haben dies auch an mehreren Stellen vermerkt. Wir sind derzeit dabei, dies zu überarbeiten. Bis dahin werden wir auch auf dieser Seite noch einen Kommentar einfügen. Viele Grüße, Ihre Internet-ABC-Redaktion
Gerber 18.05.2018 23:58
Leider veraltet, sollte man vom Netz nehmen.

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