Was sind OER (Open Educational Resources)?

"Open Educational Resources"/freie Bildungsressourcen

"OER" steht für "Open Educational Resources". Sie sind, was der Name sagt: freie Bildungsressourcen. Als frei werden sie deshalb bezeichnet, weil die Materialien von jeder und jedem geteilt, übersetzt, umgestaltet oder als Grundlage für neue Materialien genutzt werden können.

Gänzlich bedingungslos ist die Nutzung aber nicht: Das Wörtchen "BY" in CC BY besagt, bedeutet, dass bei jeder Weitergabe eine Namensnennung und ein "Lizenzhinweis" zu erfolgen hat. Gemeint ist erstens: Es soll klar sein, wer die Materialien erstellt hat. Zweitens: Die Information, dass es sich um freie Materialien handelt, darf nicht verlorengehen. 

Hierfür kann man sich die sogenannte TASL- oder TULLU-Regelung zunutze machen: 

Title, Author, Source, License bzw. Deutsch: Titel, Urheber, Lizenz, Link, Ursprung, siehe auch hier: https://wiki.creativecommons.org/wiki/Recommended_practices_for_attribution und https://open-educational-resources.de/lizenzhinweise-fuer-creative-commons-4-0-bei-nicht-textuellen-medien/

Was muss ich überlegen, wenn ich selbst erstellte Materialien als OER mit Hilfe freier Lizenzen freigeben will?

Open Educational Resources (OER) selbst herzustellen und zu teilen, bedeutet, sich davor Gedanken zum Für und Wider gemacht zu haben: OER heißt, sich von der Kontrolle zu lösen, die das Urheberrecht allen geistig Schaffenden zubilligt. Für viele ist genau dies aber gewollt, denn: Auf Kontrolle zu verzichten, heißt zugleich, die uneingeschränkte Verbreitung des Materials zu ermöglichen. Das ist die Idee von OER.

Hilfreiche Informationen zu OER gibt es unter OERinfo: https://open-educational-resources.de


Redaktioneller Hinweis

Die Ausführungen entsprechen dem Stand Mai 2026. Das Internet-ABC dankt den Rechtsanwälten, Herrn Fabian Rack und Dr. Paul Klimpel, von iRights.Law für die Überarbeitung dieses Schwerpunkts.